Der Cottbuser Ostsee – Kapitel 6

Das Team der Tagebauentwässerung betreibt gegenwärtig 201 Filterbrunnen und diverse Wasserhaltungen zur Oberflächenentwässerung.
Mit dem Baufortschritt zur Verfüllung der Kohlebahnausfahrt und dem planmäßigem Anstieg des Wasserstandes im Südrandschlauch werden kontinuierlich Filterbrunnenanlagen dauerhaft
außer Betrieb genommen. Der bereits erwähnte permanente Rückgang zum Betrieb von Filterbrunnenanlagen entspricht den vorhergesagten Modellen zum Wiederanstieg des Grundwassers und liegt damit im Trend. Wasserhaltungen zur Oberfl ächenentwässerung wurden ebenso angepasst.
Schwerpunkt war der Umbau im Nordrandschlauch, um die erforderlichen geotechnischen Stützkörper und Anschüttungen zu realisieren.
Das größte Teilprojekt, die Gestaltung des Seebodens mit Massenabtrag der Abraumförderbrückenkippe und Verfüllung der Kohlebahnausfahrt hat aktuell eine Leistung von 10,9 Millionen m³ mittels mobilen Transports erreicht. Damit ist dieses mit Abstand größte Teilprojekt annähernd drei Monate im Vorlauf zum ursprünglichen Zeitplan. Der Start zum Massenabtrag und Transport war der 18. Mai 2016.
Mittlerweile arbeiten alle drei Rütteldruckkomplexe der GMB im Rahmen der Ufersicherung auf der Innenkippe am Ostufer sowie der großen Insel. Die Arbeiten finden dabei auch im Bereich der LMBV statt und kommen sehr gut voran.
Auf der Baustelle Abflachung der Uferbereiche von Lakoma bis Drehpunkt „Bärenbrücker Bucht“ und im Bereich des ehemaligen Kalksandsteinwerkes liegen die Arbeiten ebenso im Plan. Bis Ende November werden alle Arbeiten zur Uferprofilierung in der Phase 1 beendet sein.
Im Juni wird als weiterer Höhepunkt auf dem Weg zum Cottbuser Ostsee der Bau des Einlaufbauwerkes zur Flutung des zukünftigen Sees mit Spreewasser begonnen.
Dazu erfolgt am 2. Juni 2017 der erste Spatenstich.
Die Vorbereitung der Baustelle ist abgeschlossen und die Firma mit der Bauausführung beauftragt. Ein Abschluss der Bauarbeiten ist bis Ende November vorgesehen.
Das Wichtigste zum Schluss: beim seit 1. Januar 2016 laufendem Auslaufbetrieb des Tagebaus Cottbus-Nord gab es weiterhin keine durch Unfälle verursachte Ausfallzeiten. Beim sonstigen Unfall- und Ereignisgeschehen ist jedoch eine gewisse Zunahme gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu verzeichnen. Dieser negativen Entwicklung werden wir gemeinsam
entgegenwirken.

Glück Auf, Klaus Knösel