Primärneutralisation Scheibesee mittels GSD-Verfahren (Pilotprojekt)

PROJEKTZIELE

Potentiell saure Grundwasserzuströme führen typischerweise zu schwefelsauren Verhältnissen gefluteter, ehemaliger Tagebaurestlöcher mit pH-Werten um 3. Das Projektziel bestand in der Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens zur Seekalkung/ Neutralisation von sauren Tagebauseen, speziell des Scheibesees bei Hoyerswerda.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Für den Eintrag des Neutralisationsmittels Weißfeinkalk wurde das In-Lake-Verfahren Getauchte Schwimmleitung mit Düsen (GSD) entwickelt. Die Kombination der physikalischen Prinzipien des Eintrags mittels Freistrahl und der Seezirkulation im Frühjahr oder Herbst ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Behandlung des Seewassers.
Über eine Tauchpumpe wird dem See Wasser entnommen und der landseitigen Anmischstation zugeführt. Aus Silos erfolgt die Dosierung des Kalkproduktes. Die Kalksuspension wird über eine schwimmende Transportleitung zum Gewässer gefördert und dort mittels unter der Wasseroberfläche befindlichen Düsen (paarweise installiert) in das Seewasser eingemischt. Eine Ortsveränderung der Düsen auf dem See ist nicht notwendig.
Die Entwicklung und Durchführung des Pilotprojektes wurden in einer Projektgruppe unter Leitung der GMB realisiert.
Mit dem Eintrag von 15.200 t Kalk konnten innerhalb von nur 16 Betriebswochen wie geplant pH-neutrale Verhältnisse erreicht werden. Der chemische Wirkungsgrad betrug 80 % und übertraf den in Vorversuchen ermittelten Wert.

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Ansprechpartner

Ronny Claus
Tel.: +49 3573 78-2123
E-Mail: ronny.claus@gmbgmbh.de