Rütteldruckverdichtung (RDV)

PROJEKTZIELE

Zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Bergbautätigkeit gehört auch die Gestaltung einer sicheren Bergbaufolgelandschaft. Auf Grund spezifischer bodenphysikalischer Eigenschaften besitzen bestimmte Lausitzer Sande ein geodynamisches Gefährdungspotential vor allem beim Grundwasserwiederanstieg. Zur Vermeidung dieser Gefährdungen sind zusätzliche technische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Untergrundverbesserung mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) zur Erhöhung der Lagerungsdichte der Bodenpartikel erforderlich.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Mittels Rütteldruckverdichtung werden Stützkörper („versteckte Dämme“) im Uferbereich späterer Restlochseen oder als Aufstandsfläche für eine spätere Bebauung auf der Kippe (Verkehrsweg, Gebäude, Gewässer oder Aufschüttung) hergestellt. Dabei wird eine Lanze mit einem oszillierenden Rüttelwerkzeug am unteren Lanzenende unter Eigengewicht und der unterstützenden Zugabe von Wasser und Luft in die Kippe eingesenkt und anschließend abschnittsweise gezogen. Beim Ziehen wird dann entsprechend Boden zur Kompensation des Volumendefizits zugegeben. Die Verdichtungswirkung ist zum einen durch die Verdrängung des Kippenbodens beim Einfahren begründet, zum anderen wird durch die dynamische Anregung des Rüttlers das Korngefüge im Boden kurzzeitig aufgelöst und es tritt eine Neuordnung mit nachfolgend höherer Lagerungsdichte ein.

Der GMB stehen gegenwärtig technische Ausrüstungen für Verdichtungstiefen bis 75 m zur Verfügung.

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Ansprechpartner

Dr. Jens Kardel
Tel.: +49 3564 6-93951
E-Mail: jens.kardel@gmbgmbh.de

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