Tagebau Nochten Panzermarschtrasse – Kippenverdichtung im Rütteldruckverfahren (RDV)

PROJEKTZIELE

Durch die Weiterführung des Tagebaus Reichwalde werden Flächen des Truppenübungsplatzes Oberlausitz der Bundeswehr in Anspruch genommen. Zur Kompensation wurde im Ziel 13 des Braunkohleplanes für den Tagebau Nochten in der Bergbaufolgelandschaft ein Vorranggebiet für die Bundeswehr raumordnerisch festgelegt.
Aufgrund zu erwartender Sackungen im Kippenbereich, die aus dem Grundwasserwiederanstieg resultieren, können bei der vorgesehenen Befahrung der Trassen mit militärischer
Einsatztechnik Grundbrüche entstehen, die eine mögliche Gefährdung von Mensch und Technik darstellen.
Zur Vermeidung dieser Gefährdungen ist eine tiefgründige Verdichtung des Kippenkörpers erforderlich

PROJEKTBESCHREIBUNG

Für die Maßnahme waren folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Baufeldfreimachung
  • Herstellung Arbeitsebene
  • dynamische Kippenstabilisierung mittels RDV
  • Auf- und Abtrag mit mobilem Erdbau zur Vorbereitung der Arbeitsebene bzw. Kieszugabe zur RDV
  • Nachweis des Verdichtungserfolges
  • ingenieurtechnische Baubegleitung und Vermessung.

Nach den geotechnischen Voruntersuchungen wurden 3 Testfelder festgelegt. In Auswertung der Verdichtungsergebnisse der Testfelder erfolgte die Fahrweise im Regelbetrieb im 3,5 x 3,5 m-
Raster. Die Punkte wurden in aufgelöster Fahrweise bis in eine Teufe von 45 m bzw. bis 30 m im Wechsel verdichtet. Unter kontinuierlicher Zugabe der Verfüllmassen beim Ziehprozess
mittels Radlader wurde das Intervallstopfverfahren angewendet.
Die Erfassung der realisierten Parameter erfolgte digital. Im Nachgang erfolgte eine hydraulische Oberflächenverdichtung durch Flutung.

[gview file=“http://wp.gmbgmbh.de/wp-content/uploads/2017/03/N_20170327_RDV_Referenz_-Panzertrasse_a-par.pdf“]

Ansprechpartner

Dr. Jens Kardel
Tel.: +49 3564 6-93951
E-Mail: jens.kardel@gmbgmbh.de