Nachsorgeneutralisation Scheibesee mittels GSD-Verfahren

PROJEKTZIELE

Der Scheibesee bei Hoyerswerda unterliegt einer anhaltenden Rückversauerung durch zuströmendes Grundwasser. In 2014 lag die Seewasserbeschaffenheit erneut außerhalb geforderter Güteparameter. Die wiederholte Anwendung des GSD-Verfahrens schaffte die Voraussetzungen für die Ausleitung von Seewasser in die öffentliche Vorflut.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Für den Eintrag der Neutralisationsmittel Weißfeinkalk und Kalksteinmehl wurde das bei der Primärneutralisation (sep. Referenz) erfolgreich erprobte In-Lake-Verfahren Getauchte Schwimmleitung mit Düsen (GSD) genutzt. Die Kombination der physikalischen Prinzipien des Eintrags mittels Freistrahl und der Seezirkulation im Frühjahr oder Herbst ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Behandlung des Seewassers.

Über eine Tauchpumpe wird dem See Wasser entnommen und der landseitigen Anmischstation zugeführt. Aus Silos erfolgt die Dosierung des Kalkproduktes. Die Kalksuspension wird über eine schwimmende Transportleitung zum Gewässer gefördert und dort mittels unter der Wasseroberfläche befindlichen Düsen (paarweise installiert) in das Seewasser eingemischt. Eine Ortsveränderung der Düsen auf dem See ist nicht notwendig.

Die Planung und Durchführung des Vorhabens wurden in einer Projektgruppe unter Leitung der GMB realisiert.
Mit dem Eintrag von 772 t Weißfeinkalk und 2.233 t Kalksteinmehl konnten wie geplant pH-neutrale Verhältnisse bzw. die Vorrausetzung für eine Ausleitung von Seewasser erreicht werden.
Der chemische Wirkungsgrad betrug zwischen 70 und 100 %. Das Verfahren kann losgelöst von den Seeperioden Vollzirkulation und Stagnation erfolgreich eingesetzt werden.

[gview file=“http://www.gmbgmbh.de/wp-content/uploads/2019/07/Nachsorgeneutralisation_Scheibesee.pdf“]

Ansprechpartner

Ronny Claus
Tel.: +49 3573 78-2123
E-Mail: ronny.claus@gmbgmbh.de